Autorin
Über die Autorin
Biografie
Zwischen Sprache,
Forschung und Literatur
Dr. Jutta Meise, geboren 1958 in Duisburg, wuchs am Niederrhein auf. Der frühe Verlust ihrer Mutter hat sie geprägt – und die Sprache wurde ihr zu einem Ort der Verarbeitung, der Erinnerung und der Suche.
Nach dem Studium der Fächer Deutsch und Englisch promovierte sie über Lessings Verhältnis zur englischen Kultur. Mehr als zwei Jahrzehnte lang unterrichtete sie als Lehrerin an der Realschule für Deutsch und Englisch – bis zu ihrer Pensionierung 2020.
Erst nach dem Tod nahestehender Menschen begann sie zu schreiben – zuerst nur für sich. Sie wollte das gesammelte Wissen über ihre Familie festhalten und hatte dabei immer eine Episode aus dem Kultfilm „Amadeus" im Kopf:
Mozart sitzt an einer Auftragsarbeit – der „Zauberflöte". Er ist mit der Abgabe in Verzug. Der Auftraggeber wird ungeduldig und sucht den Komponisten zuhause auf. Das Stück sei fertig, meint Mozart. Und zeigt auf seinen Kopf. Doch der Besucher ist davon wenig begeistert: „Schreibe es auf! Schreibe es einfach auf! In deinem Kopf nützt es niemandem."
Auch das Familienwissen würde in meinem Kopf niemandem nützen, dachte Jutta.
Auf diese Weise sind drei Chroniken entstanden: über ihre Großeltern, ihre Eltern und auch über sich selbst – anlässlich ihres 60. Geburtstags. Denn wer schreibt, der bleibt. Diese Bücher ließ sie drucken, um sie dann zu verschenken. Der Erfolg spornte sie an.
Bei einer Autorenschule belegte sie 2019 und 2020 zwei Fernstudiengänge, Prosaschreiben und Autobiografisches Schreiben. Und die Lektorin, die man ihr zuteilte, entpuppte sich als wahrer Glücksfall. Denn sie ermutigte Jutta, ein Kapitel aus ihrer dritten Chronik zu einem autobiografischen Roman auszuweiten. Damit war „Einäugig" geboren, die Spurensuche nach ihrer früh verstorbenen Zwillingsschwester.
Ihr nächstes Buch, „Angekommen", war gänzlich ungeplant. Nachdem ihr Mann 2022 innerhalb kürzester Zeit verstarb, kam sie sich vor, als wenn man ihr den Boden unter den Füßen weggerissen hätte. Sie musste unbedingt etwas tun. Und so entstand „Angekommen". Es knüpft an „Einäugig" an, kann aber unabhängig davon gelesen werden.
Außerdem ist Jutta Meise lokalgeschichtlich tätig. In drei Jahrbüchern des Kreises Wesel hat sie Artikel veröffentlicht – über Traditionsgeschäfte auf der Dinslakener Neustraße.
Ein weiterer Text, anlässlich der IGA 2027, ist in Planung.
Jutta Meise hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihren beiden Katzen am Niederrhein.
In eigenen Worten
„Ich schreibe, weil manche Dinge
nur in der Sprache wirklich ankommen."
Dr. Jutta Meise
Schwerpunkte
Themen, die bewegen
Frauenleben
Persönliche Geschichten, gelebte Erfahrungen, weibliche Perspektiven.
Sprache & Identität
Das Schreiben in zwei Sprachen als Heimat und Brücke.
Erinnerung
Was bleibt, was sich wandelt – Texte über Zeit und Gedächtnis.
Natur & Stille
Landschaft als Spiegel innerer Zustände.
Literarische Reflexion
Essays und Betrachtungen über Texte, Lesen und Schreiben.
Zweisprachigkeit
Publiziert auf Deutsch und Englisch – für ein internationales Lesepublikum.